Rosenthal-Bielatal

Rosenthal-Bielatal

Ein Kletterparadies der besonderen Art

Rosenthal-Bielatal

Gemeinde Rosenthal-Bielatal
Schulstraße 1
D-01824 Rosenthal-Bielatal


Regionen, Städte und Gemeinden
E-Mail: gemeinde@rosenthal-bielatal.de
Tel.: 0049 (0)35033 712 06

Im linkselbischen Gebiet der Sächsischen Schweiz, umgeben von einem weitläufigen Waldgebiet liegt die kleine romantische Gemeinde Rosenthal-Bielatal.

Der Ort erstreckt sich entlang der Biela, einem Flüsschen, das in der Böhmischen Schweiz am Hohen Schneeberg entspringt und in Königstein in die Elbe mündet. Im oberen Bielatal findet der Urlauber oder Wandersmann eine Felslandschaft von prägnantem Charakter. Zahlreiche bizarre Felsentürme ragen majestätisch in die Höhe und präsentieren sich in einzigartigen Verwitterungsformen. Viele interessante Ausflüge und Touren in die reizvolle Landschaft und deren Umgebung sind von Rosenthal-Bielatal aus möglich.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in und um Rosenthal-Bielatal

Rosenthal wurde erstmals im Jahre 1356 erwähnt. Der Ort entstand durch den Zusammenschluss des gleichnamigen Dorfes mit den ehemaligen Eisenhämmern Neidberg und Oberhütten. Bielatal vereinte sich 1933 mit Hermsdorf und den ehemaligen Eisenhämmern Reichstein und Brausenstein, 1948 erfolgte die Eingemeindung der kleinen Siedlung Raum. Bielatal und Rosenthal schlossen sich 1994 zusammen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte die Gemeinde einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Einrichtung der Kaltwasserheilanstalt Schweizermühle. Zu deren Gästen zählten unter anderem Angehörige des europäischen Hochadels. Seit 1912 dienten die Gebäude als Erholungsheim für Mitarbeiter der Maggi-Gesellschaft und zu DDR-Zeiten wurde die Anlage als Heilstätte für Tuberkulose-Kranke und als Altersheim genutzt. Leider stehen die Gebäude seit der Wiedervereinigung Deutschlands (1990) leer und sind zunehmend dem Verfall preisgegeben.

Das Bielatalgebiet im Elbsandsteingebirge ist das Gebiet mit den meisten Kletterzielen. Auf einer Länge von 6 Kilometern bietet es 239 Klettergipfel mit rund 3000 Aufstiegen, wobei jeder Schwierigkeitsgrad bedient wird. Von Vorteil für Anfänger sind die scharfkantigen Griffe und Tritte und der feste Labiatussandstein mit einer auffallenden horizontalen Bänderung ebenso, wie die Felsen mit einer relativ geringen Höhe. Bekannte Steine im Bielatal sind die Herkulessäulen, der Schiefer Turm, der Spannagelturm, der Großvaterstuhl, die Grenztürme und die Wiesensteine.

„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ Mahatma Gandhi, *02.10.1869 - †30.01.1948, Pazifist und Menschenrechtler

Ein weiteres bekanntes und beliebtes Ausflugsziel ist die Ottomühle, welche seit 1548 existiert und als Gasthof und Herberge genutzt wird. Die Hammerhütte Brausenstein, ein an dem Fluss Biela gelegener Eisenhammer, erinnert noch heute an die Verarbeitung von Eisenerz in dieser Gegend zwischen 1410 und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Rosenthal-Bielatal besitzt eine kleine Dorfkirche in der regelmäßig Gottesdienste gehalten werden.

Für weitere Kurzweil sorgen zahlreiche Freizeitmöglichkeiten in der näheren Umgebung wie z. B. die Minigolfanlage, das Elbe- Freizeitland oder der Fabel- u. Mythenpark im nahe gelegenen Königstein, um nur einige zu nennen.

Anregungen für Wanderungen in Rosenthal-Bielatal

Bei Ihrer Anreise passieren Sie meist die Canaletto-Stadt Pirna, das Eingangstor zur Sächsischen Schweiz. Bahnanreisende fahren im Elbtal unterhalb der wohl bekanntesten Ansicht der Sächsischen Schweiz, der Bastei, bis Königstein mit seiner trutzigen Festung und dann mit dem Bus das Bielatal aufwärts. Die Autotouristen sehen spätestens in Pirna-Sonnenstein die typische Silhouette der Tafelberge.

Nach Rosenthal-Bielatal nutzen Sie ab Krietzschwitz die Höhenstraße. Links die Tafelberge rechts die Höhen des Osterzgebirges. Kurz vor der Einfahrt ins Tal der Biela eröffnet sich ein großartiges Panorama auf die großen Tafelberge in der Sächsischen und den mächtigsten von allen den Hohen Schneeberg mit 723 m in der Böhmischen Schweiz. Der Große Zschirnstein mit 560 m liegt in Sachsen. Sichtbar ist auch die Schrammsteinkette und deren höchste Erhebung auf sächsischer Seite der Große Winterberg mit 556 m. Die Ausmaße des zusammenhängenden Waldgebietes, welches nicht durch Siedlungen unterbrochen ist, lassen sich erahnen. Es umschließt die Gemeinde und reicht weit über die Staatsgrenze.

Das Quellgebiet der Biela liegt unterhalb des Hohen Schnee-berges und mündet nach 18 km in Königstein in die Elbe, dabei verliert sie 405 Höhenmeter. Durch die starke Zerklüftung des Gesteins führt die Biela auch in starken Dürreperioden Wasser. Was die intensive Ausnutzung der Wasserkraft in der Vergangenheit förderte und das Leben hier entscheidend bestimmte.

Nutzung der Wasserkraft zur Eisenverhüttung (Hammerwerke), als Sägewerke, Mahlmühlen und zum Holzflößen. Ein res-taurierter Hochofen steht noch am Eingang zur Schweizermühle. Das obere Bielatal unterscheidet sich durch seine phantastischen Verwitterungsformen von anderen Tälern in der Sächsischen Schweiz. Bizarre freistehenden Felstürme und Türmchen prägen das Bild. Die bekanntesten sind wohl die Herkulessäulen. So führen gut markierte Wanderwege von Rosenthal-Bielatal zu Ausflugszielen wie dem Königstein, dem Lilienstein, dem Papststein, dem Pfaffenstein, Bernhardstein, Lampertstein u. v. a.

Markierte territoriale Rundwanderwege und im Wald und im Ort zahlreich angebrachte Hinweisschilder erleichtern die Orientierung. Um die Routen individuell gestalten zu können, sollte eine entsprechende Wanderkarte zur Verfügung stehen. Die Karten sind in den örtlichen Verkaufstellen oder in der Touristinformation erhältlich.

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