Lohmen

Lohmen

Das Basteigebiet wartet auf Ihren Besuch

Lohmen

Schloß Lohmen 1
01847 Lohmen


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Die Gemeinde Lohmen ist mit ihrer zentralen und dennoch idyllischen Lage zwischen Pirna und dem Nationalpark Sächsische Schweiz der ideale Ort für ihren erholsamen, erlebnisreichen Urlaub.

Durch den Ort führt die Hauptzufahrtsstraße zum Nationalpark Sächsische Schweiz und der Bastei - dem wohl berühmtesten Aussichtspunkt des Elbsandsteingebirges. Das beliebte Reiseziel Lohmen kann auf eine über 700-jährige Geschichte zurückblicken, welche in engem Zusammenhang mit der Entdeckung der Sächsischen Schweiz im 18. Jahrhundert steht.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in und um Lohmen

Erstmals wird das Reihendorf Lohmen mit Waldhufenflur 1292 urkundlich erwähnt. Der Ortsname wird vom altslawischen „lomu“ abgeleitet, was soviel heißt wie Steinbruch. Es lässt darauf schließen, dass der Ort schon damals eng mit der Steinbrecherei verbunden war. Weitere Brüche existierten seit Mitte des 16. Jahrhunderts in der Herrenleite und im Wesenitztal. Zu dieser Zeit wurde das Dorf auf Grund seiner wirtschaftlichen Bedeutung sogar als „Städtchen“ bezeichnet. Bereits 1543 lässt sich eine große Schafzucht nachweisen, wobei die Tierzucht bis Mitte des 20. Jahrhunderts erhebliche Bedeutung besaß.

Die Bezeichnung „Eingangstor des Elbsandsteingebirges“ bekommt Lohmen um 1800. Zu dieser Zeit wurde auch die durch den Ort verlaufende Straße gebaut. Alte Überlieferungen von 1835 berichten, dass sich täglich vor dem Gasthof „Zum Erbgericht“ die Führer versammelten, um die zahlreichen Sächsische Schweiz Reisenden, die zu Fuß oder im Kutschwagen von Dresden und Pirna kamen, nach den „romantischen Gründen“, den pittoresken Felspartien und auf die „entzückenden Aussichtspunkte“ zu geleiten. Der wohl schönste unter ihnen ist die Bastei, der bereits 1768 in der Reiseliteratur erwähnt wurde. Fast 200 Meter über der Elbe erlebt der Besucher einen atemberaubenden Ausblick über das Elbtal und die umliegenden Tafelberge. Die Basteibrücke überspannt in mehreren Bögen eine tiefe Schlucht und man erreicht über sie die Felsenburg Neurathen. Die mittelalterliche Doppelburg Alt- und Neurathen ist eine der ältesten und größten Wehranlagen der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Die Burg Altrathen liegt etwas tiefer auf einem Talsporn über dem Grünbach.

Lohmen besitzt ein Schloss dessen Geschichte bis in die Anfänge der Besiedlung des Gebietes zurückgeht. Geprägt durch zahlreiche historische Ereignisse, konnten nur einige Gebäude des Schlosses erhalten und saniert werden und dienen heute als Gemeindeamt mit Bibliothek und Touristinformation. Gäste und Urlauber sind herzlich Willkommen und können das Gebäude gern besichtigen und ein Stück ehemalige Geschichte des Ortes kennen lernen.

Die Lohmener Kirche wurde 1786 – 89 aus massiven Sandsteinquadern erbaut. Ihr Grundriss ist wie bei der Dresdner Frauenkirche, ein Achteck. Als letzter barocker Zentralbau in der Nachfolge George Bährs zeigt die Kirche in ihrer Ausgestaltung in weiß mit zarten Goldverzierungen bereits Merkmale des Klassizismus. Von Fachleuten als schönste und größte Dorfkirche Sachsens bezeichnet, steht diese unter Denkmalschutz, ebenso die Orgel von 1789, welche von dem Orgel- und Instrumentenbauer Johann Christian Kayser erbaut wurde.

Im romantischen Liebethaler Grund thront das bekannte Richard-Wagner-Denkmal. Der Grund gilt seit Anfang des 18. Jahrhunderts als Eingangspforte zur Sächsischen Schweiz. Die Lochmühle im Liebethaler Grund wurde 1559 erstmalig erwähnt und war erster Anlaufpunkt der „Schweizreisenden“. Von hier kann man über Lohmen in den Uttewalder Grund gelangen und weiter zur Bastei. Später wurde die Lochmühle durch Richard Wagner berühmt. Hier sollen Teile seiner Oper Lohengrin entstanden sein. Unweit der Mühle steht seit 1933 das im zu Ehren geschaffene Denkmal durch Prof. Guhr. Majestätisch streckt sich die 12,5 m große, bronzene Statue in die Höhe und zeigt Richard Wagner als überlebensgroßen Gralsritter.

Hinter jedem neuen Hügel dehnt sich die Unendlichkeit. Wilhelm Busch, *15.04.1832 - †09.01.1908, deutscher Schriftsteller (einflussreicher humoristischer Dichter und Zeichener)

Gemeindegliederung der Gemeinde Lohmen

Zur Gemeinde Lohmen gehören die Ortsteile Daube, Doberzeit, Mühlsdorf und Uttewalde.

Daube

Daube wurde erstmals 1378 als „villa Dube“ erwähnt. Der Name des kleinen Ortes leitet sich wahrscheinlich aus dem Slawischen herdub, heißt soviel wie „die Eiche“, ab. Die heute als Wasserkraftwerk dienende Daubemühle fand ihre erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1465. Zwischendurch diente die ursprüngliche Mahlmühle als Graupenmühle und als Holzstofffabrik. 1871 schreibt August Schumann „diese Mühle bildet eine malerische Partie, welche weit mehr Freundliches hat als die Lochmühle“. Doch schon bald wendete sich das Blatt und die Lochmühle gehörte im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu den meist besuchten Zielen der Sächsischen Schweiz. Leider steht heute die ehemalige Gaststätte „Lochmühle“ als Ruine da.

Doberzeit

Doberzeit liegt zwischen dem Liebethaler und dem Mockethaler Grund und ist ein sackgassenartiger Rundling. Der Name „Doberzeit kommt ebenfalls aus dem Slawischen und bedeutet zu deutsch „guter Weizen“. 1378 wurde es als „Dobirschicz“ erwähnt. 1776 und 1788 wurde das Dorf von verheerenden Bränden heimgesucht und dabei fast vollständig zerstört. Ehemals dominierte in Doberzeit die Landwirtschaft. Ein früherer Sandsteinbruch gehörte ebenfalls zu dem kleinen Dorf.

Mühlsdorf

Mühlsdorf wurde 1443 erstmals als „Milisdorff“ erwähnt. Das hoch über dem Wesenitztal auf Quadersandstein erbaute Dorf hatte 1819 etwa 270 Einwohner, die in 52 Häusern lebten. Feldbau, Obsthandel und Handwerk waren damals die wirtschaftlichen Standbeine von Mühlsdorf. Interessanterweise schreibt der Chronist von 1819, dass das kleine Mühlsdorf Stadtrecht und Bergfreiheit besaß. Zu begründen ist dies wahrscheinlich mit dem „vortrefflichen sandsteyn“, der auf Mühlsdorfer Flur gebrochen wurde.

Uttewalde

Das bäuerliche Waldhufendorf Uttewalde wurde erstmals 1400 als „Ottenbalde“ in böhmischen Urkunden erwähnt. Bekannt war der Ort mit seinen 24 Häusern und 140 Einwohnern für seinen Obst- und Hopfenanbau. Durch einen Brand am 11. September 1884 wurde fast das gesamte Dorf vernichtet. Einzig und allein der Gasthof und drei Höfe blieben verschont. Ein kurzer, tiefer Geländeeinschnitt, der von den wenigen Gehöften umsäumt wird, führt unmittelbar in den, auch an heißen Sommertagen kühlen, geheimnisvollen Uttewalder Grund.

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