Müglitztal

Müglitztal

Tallandschaft und eindrucksvolle Höhenzügen

Müglitztal
Regionen, Städte und Gemeinden

Die Gemeinde Müglitztal bildet mit der Stadt Dohna eine Verwaltungsgemeinschaft und wurde 1994 im Zuge der Gemeindereform aus den ehemaligen Gemeinden Burkhardswalde, Maxen, Mühlbach und Weesenstein gegründet.

Gelegen am Fuße des Osterzgebirges im reizvollen Müglitztal, entdeckten bereits im 19. Jahrhundert Ausflügler dieses Tal in seiner Vielfältigkeit und nutzten es für Spaziergänge und Wanderungen. Die Müglitz entspringt auf dem Kamm des Osterzgebirges auf tschechischer Seite und mündet bei Heidenau in die Elbe.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in Müglitztal

Das romantische Müglitztal mit seiner vielgestaltigen Flora und Fauna bietet sich für Streifzüge in die nähere Umgebung, wie z. B. Schloss Weesenstein, dem Naturschutzgebiet Trebnitzgrund, dem Willisch, der Bobbahn in Altenberg und dem Heidenauer Stadtbad an. Ebenso locken die sächsische Landeshauptstadt Dresden, das Osterzgebirge und die Sächsische Schweiz mit einem Ausflug, um nur einige Highlights zu nennen. Bezeichnend für das Müglitztal ist auch die hier verkehrende Müglitztalbahn, welche die Ortsteile Burkhardswalde/ Maxen, Mühlbach und Weesenstein von Heidenau aus bis Altenberg miteinander verbindet. Die Strecke der schmalspurigen Müglitztalbahn wurde 1890 eröffnet. Auf ihrem Weg von Heidenau nach Altenberg bezwingt die Bahn bei fast ständiger Steigung einen Höhenunterschied von 634 m.

"Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön." — Vincent van Gogh  * 30.03.1853 - † 29.07.1890, niederländischer Maler

Gemeindegliederung der Gemeinde Müglitztal

Die Gemeinde Müglitztal umfasst die Ortsteile Weesenstein, Maxen, Falkenhain, Cotta, Schmorsdorf, Mühlbach und Burkhardswalde. Auf einer Fläche von 21 km² leben rund 2400 Einwohner.

Weesenstein

Weesenstein befindet sich in einem ca. 30 Meter tiefen Kerbsohlental am linken Ufer der Müglitz. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1318 als Weysingberg, ist der Ort von seiner Siedlungsform her eine Gutssiedlung mit Häuslerzeilen. Über die Staatsstraße S 178 und wie bereits erwähnt über die Müglitztalbahn gelangt man nach Weesenstein. Die Grundherrschaft lag beim Rittergut Weesenstein, was zwischen 1551 und 1858 dokumentiert ist. Historischer und kultureller Mittelpunkt des Ortes ist das Schloss Weesenstein. Unvermittelt und majestätisch erhebt es sich auf einem Felssporn direkt über dem Müglitztal. Als Besitz des Burggrafen von Dohna wurde während des 14./15. Jahrhunderts heftig um die im Grenzland liegende Festung gestritten (Dohnasche Fehde). Die Besitzer wechselten und damit die Baupläne. Dies erklärt auch die eigenartige Architektur. Von oben nach unten gebaut, vereint das Schloss die Schwere des Mittelalters, das Gleichmaß der Renaissance und die Pracht des Barock. Die gesamte Anlage des Schlosses ist als Museum gestaltet und kann besichtigt werden.

Den Besucher erwartet ein umfangreiches Veranstaltungs- und Sonderführungsprogramm. Ob Heiraten, Tagen, Feiern, Ausstellungen, Lesungen oder musikalische Veranstaltungen - Schloss Weesenstein bietet ganzjährig Unterhaltsames für Jung und Alt.  Zu besichtigen sind ebenfalls die historische Schlossmühle, eine Schlossbrauerei und der romantische Schlosspark.

Maxen bildet mit den Ortsteilen Falkenhain (mit dem Ortsteil Ploschwitz), Crotta und Schmorsdorf den flächenmäßig größten Ortsteil der Gemeinde. Maxen liegt auf einem Höhenzug zwischen dem Lockwitz- und dem Müglitztal (415 m über dem Meeresspiegel).

Lohnenswertes Ausflugsziel ist der so genannte „Finkenfang“, welcher einen herrlichen Blick über das Elbtal und Erzgebirge bietet. Die Bezeichnung erinnert an die Gefangennahme des General Finck und seines Korps in der Schlacht des Siebenjährigen Krieges von 1759, als sächsische und österreichische Truppen die Preußen schlugen.
2001 eröffnete das Maxener Heimatmuseum, in welchem die Schlacht bei Maxen (1759) in einem Diorama nachgestaltet wurde.

Rittergut Maxen

Das Rittergut Maxen und die zahlreichen Kalkstein- und Marmorbrüche sollten bei einem Besuch des Ortes ebenfalls in Augenschein genommen werden. Reste alter Kalköfen sind noch heute als technische Kulturdenkmäler erhalten.
Der preußische Major Johann Friedrich Anton von Serre erwarb 1819 das Rittergut und trug mit seinem Engagement sehr zum Ruhme von Maxen bei. Als Liberaler und Kunstmäze machte er Maxen zum Sammelpunkt namhafter Gelehrter und Künstler. Unter anderem ließ er für den javanischen Prinzen und Maler Raden Saleh 1848 einen kleinen Pavillon in Form einer Moschee erbauen, das „Blaue Häusel“, das noch heute existiert.
Ein Naturdenkmal besonderer Art ist die fast 1000-jährige Linde im Ortsteil Schmorsdorf, dazu gehörend ist das wohl kleinste Museum (6,85 m²) Deutschlands, das Lindenmuseum Schmorsdorf, welches unter anderem an eine prominente Besucherin erinnert: Clara Schuhmann.

Ob Konzerte, Kabarett oder Theateraufführungen - auf der urgemütlichen Naturbühne in Maxen ist für Jeden etwas dabei.

Mühlbach

Mühlbach mit dem Ortsteil Häselich wurde erstmals 1412 urkundlich erwähnt. Beide gehörten ehemals zum Rittergut Maxen. Die Mühlbach-Mühle, von der 1548 im Amtserbbuch die Rede ist, war wahrscheinlich ausschlaggebend für den Namen der Ortschaft.

Durch die gewaltigen Höhenunterschiede hat der Wanderer einen herrlichen Blick von den Anhöhen auf das Dorf, auf die in der Ferne gelegenen Basaltkegel des Willisch, den Luchberg und den Geisingberg. Auf der anderen Seite sieht man die Konturen der Sächsischen Schweiz. Burkhardswalde gehörte ursprünglich zum Distrikt Dresden und wurde 1400 erstmals erwähnt. Später gehörte es zu Dohna bzw. zum Amt Pirna und 1514 war Burkhardswalde ein Herrensitz mit Lage am Nordrand des Dorfes. 1455 verwüstet durch Böhmen, kam es einige Zeit später als Vorwerk zur Herrschaft Weesenstein. Die Burkhardswalder Kirche, mit ihrem weithin sichtbaren Turm, wurde 1973 grundlegend erneuert.

Die seit 1626 existierende „Püschelmühle“ in der man 1875 eine Papierfabrik errichtete, musste leider mit Beseitigung der Hochwasserschäden vom August 2002 abgerissen werden. Ein weiterer Ortsteil ist „Jonasmühle“. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Burkhardswalde Mineralwasserquellen entdeckt.

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