Königstein

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Stadt der 4 Steine

Königstein

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Schreiberberg 2
01824 Königstein


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Die Stadt Königstein liegt an der Elbe, zwischen Pirna und der tschechischen Grenze, an der Mündung, der in die Elbe fließenden Biela.

Die Stadt verdankt ihren Namen der einstigen Burg und späteren Festung, welche erstmals 1241 urkundlich erwähnt wurde. Auf dem Königstein selbst, steht sie auf einem Sandsteinfelsen oberhalb des Elbetales und schaut majestätisch auf die Ortschaft herab. Durch seine unmittelbare, zentrale Lage ist Königstein idealer Ausgangspunkt zu Ausflügen und Wanderungen in die Sächsische und Böhmische Schweiz. Ruhe und Erholung findet der Wanderer in den wildromantischen Tälern und reizvolle Ausblicke auf den Tafelbergen in der nahen Umgebung der Stadt.

Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele in Königstein

Besuchen Sie die Stadt Königstein, sollten Sie unbedingt einen Tag für die Erkundung der Festung Königstein einplanen. Als einzigartiger Zeuge europäischer Festungsbaukunst vereint die Wehranlage über 750 Jahre Geschichte, mit einem eindrucksvollen Ensemble von Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und des 19. Jahrhunderts - nicht zu vergessen der fantastische Rundblick über die Sächsische Schweiz.

Beeindruckende Tafelberge in unmittelbarer Nähe zu Königstein sind der Lilienstein (415 m), der Pfaffenstein, bekannt für die 43 m hohe Felsnadel „Barbarine“ sowie das große Sandsteinplateau, dem Quirl mit dem Diebeskeller (größte Schichtfugenhöhle in der Sächsischen Schweiz).

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Königstein besitzt außerdem eine Stadtkirche, welche von innen Merkmale des Klassizismus trägt und von außen Merkmale des Barocks. Zu erklären ist dies mit einem Stadtbrand im Jahre 1810. Die damals barocke Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder und wurde unter großen Mühen wieder aufgebaut und innen mit dem nachfolgenden klassizistischen Zeitgeschmack entsprechend gestaltet.

"Dort drüben am schönsten Hügel im Tal Da schimmert’s und flimmert’s im Abendstrahl, Es prangt die Burg auf der Felsenwand, Zu eigen dem mächtigsten Grafen im Land." — Adolf Ritter von Tschabuschnigg, * 20.07.1809 - † 1. 11. 1877, aus dem Gedicht „Burg Treue und Burg Untreue

Gemeindegliederung von Königstein

Die eigentlich zur Stadt Königstein zugehörigen Ortsteile sind Pfaffendorf und Leupoldishain. Formell keine Ortsteile, aufgrund ihrer von Königstein deutlich getrennten Lage (rechtselbisch), sind Ebenheit, Halbestadt und Hütten – werden aber trotzdem als solche bezeichnet.

Pfaffendorf

Pfaffendorf ist staatlich anerkannter Erholungsort und gehört seit 1994 als Ortsteil zur Stadt Königstein. einen Namen erhielt der Ort, weil im Mittelalter die Einwohner den Königsteiner Pfaffen (Lehnsherren) Zinsen zahlen mussten. Das einstige Waldhufendorf ist geprägt von seiner landwirtschaftlichen Vergangenheit. Zahlreiche Bauerngüter, meist Dreiseitenhöfe mit einem Fachwerkobergeschoss sind noch heute gut erhalten zu sehen. Ein Pfaffendorfer Bauernhof trägt den besonderen Namen: Barbarinegut. Seine Flur reicht bis an das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, die Barbarine, eine 43 Meter hohe Felsnadel, heran.

Die Sage deutet das einzigartige Felsgebilde als eine verzauberte Jungfrau, die, statt zur Kirche zu gehen, auf dem Pfaffenstein Beeren sammelte. Dabei wurde sie von ihrer Mutter erwischt und verwünscht und erstarrte zu Stein.
In der Zeit des sächsisch-schwedischen Krieges von 1706 und den Befreiungskriegen von 1812/1813 zogen sich die Einwohner von Pfaffendorf zum Schutz auf den Pfaffenstein zurück. Seit dieser Zeit existiert auch der Name „Kleiner Kuhstall“ für die dort befindliche Höhle.

Leupoldishain

Leupoldishain mit seinem Ortsteil Nikolsdorf, beides Waldhufendörfer, kam erst 1999 zu Königstein. Geologisch ist diese Gegend sehr interessant. 1963 wurde hier eine von der SDAG Wismut erkundete Uranerzlagerstätte aufgeschlossen. Der Betrieb förderte aktiv bis ins Jahr 1990. Die darauf folgende Sanierung des stillgelegten Bergwerks (heute WISMUT GmbH Niederlassung Königstein) wird noch einige Jahre andauern. Ein beliebtes Wandergebiet sind die Nikolsdorfer Wände – eine über Jahrtausende geformte, bizarre Felsenlandschaft. In der Nähe von Leupoldishain gab es ursprünglich das einzige Moor in der Sächsischen Schweiz, das 1870 leider entwässert wurde. Heute noch zu erkennen am Vorkommen einiger typischer Sumpfpflanzen, wie Sumpfveilchen, Herzblatt, Knöterich, Geflecktem Knabenkraut. Ein verwirrendes Sandsteinlabyrinth in Leupoldishain lädt ebenfalls zum Erkunden ein.

Ebenheit

Erste Erwähnung findet das Waldhufendorf Ebenheit um 1489. Die Bewohner der Hochfläche unter dem Lilienstein waren vermutlich der Fron unterworfene Bauern, der ehemals auf der Anhöhe angesiedelten Burg, welche heute nicht mehr zu sehen ist. Noch vorhanden sind zwei Wohn-Stall-Behausungen aus den Jahren 1747 und 1824, wie an den Eingangssteinen zu erkennen ist, deren Obergeschoss in Fachwerkbauweise errichtet wurde.

Halbestadt

Halbestadt entstand im 15. Jahrhundert. Voraussetzung dafür war ein Vorwerk, welches zum Cölestinerkloster auf dem Königstein gehörte und wurde deswegen auch „Mönchsvorwerk“ genannt. 1550 kaufte die Stadt Königstein das umliegende fruchtbare Land und gab es an Bürger der Stadt in Erbzins. Aus diesen längst vergangenen Tagen stammen noch Teile einiger Gebäude, wie das Wohnhaus Nr. 25.

Das Napoleonhaus Nr. 28, ein Umgebindehaus, wie es oft am Rande der Sächsischen Schweiz zur Oberlausitz zu finden ist, befindet sich am Napoleonsteig, der in der Zeit der Befreiungskriege von den Franzosen angelegt wurde. Der Ort besitzt einen kleinen Flusshafen, welcher in den Jahren 1864/65, im Zuge der Elbregulierung erbaut wurde. Die ehemals mit der Gierfähre gewährte Elbüberfahrt durch den sächsischen Kurfürsten ist heute mit einer motorisierten Fähre möglich.

Hütten

Hütten liegt im Tal der Biela, die hier im großen Bogen den Quirl umfließt und wurde erstmals 1445 als Hüttensiedlung erwähnt. Der Name rührt daher, dass in den Hammerhütten Eisen verhüttet wurde, welches in kleinen Mengen als Roteisenstein im Sandstein selbst enthalten bzw. aus den Eisenerzgruben um Berggießhübel, an die Biela transportiert wurde. Einen rekonstruierten mittelalterlichen Hochofen kann man in Brausenstein, im oberen Bielatal, besichtigen. Aus einer der Hammerhütten entstand im 16. Jahrhundert eine Papiermühle, welche heute als Papierfabrik arbeitet und ausschließlich Banknoten-, Scheck-, Pass- und Werttitelpapiere herstellt. Eine bis ins frühe 20. Jahrhundert betriebene Kaltwasserheilanstalt – Bad Königsbrunn, befand sich hinter der Papierfabrik und fungierte als Sommersitz des sächsischen Königshauses.

1901 verkehrte eine der ersten O-Bus-Linien der Welt vom Königsteiner Bahnhof nach Hütten. Die so genannte Bielatalbahn, mit ihrer von Max Schiemann konzipierten Strecke, wurde leider 1904 stillgelegt und nach Wurzen umgesiedelt.

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