historischer Malerweg Etappe 2/2

historischer Malerweg Etappe 2/2

2 Stunden Laufzeit bei 600 m Höhenunterschied

historischer Malerweg Etappe 2/2
Wander- und Naturerlebnisse

Nach dem ersten sehr schönen Teilstück des Malerweges, folgt das nächste Teilstück bis zur Elbe in Schmilka.

Da das erste Stück in Altendorf aufgehört hat, geht es jetzt natürlich in Altendorf weiter. Dieses Teilstück startet von der Hauptstraße in Altendorf (Sebnitzer Straße) und geht runter ins Dorf auf der Dorfstraße. Es ist egal, ob man auf der oberen oder unteren Dorfstraße wandert, da beiden nach kurzer Strecke wieder aufeinander treffen. Der Weg ist mit dem schon bekannten roten Strich markiert. Diese Wanderwegmarkierung führt durch die Ortschaft und den schmalen Dorfbachklamm runter ins Kirnitzschtal. Am Kirnitzschbach angekommen, geht es auf der Hartungpromenade nach links bis zum Ostrauer Campingplatz. Der Weg ist ab dem Dorfbachklamm mit dem grünen Querstrich gekennzeichnet. Mit dieser Markierung sind in der Sächsischen Schweiz alle Lehrpfade gekennzeichnet. In diesem Fall handelt es sich um den Lehrpfad Flößersteig und diese Markierung wird die nächsten 5 ½ Kilometer die Wanderung begleiten. Der markierte Weg steigt hinter dem Campingplatz ein paar Meter den Hang hoch und verläuft dann die ganze Zeit an der gleichen Bachseite. Bis zum Lichtenhainer Wasserfall liefert dieser Pfad immer mal wieder ein paar abwechslungsreiche Stellen, die alle in die Kategorie der kleineren Schwierigkeitsstufen fallen. Ab dem Beuthenfall muss man leider ein paar Meter über die Straße bis zum Lichtenhainer Wasserfall wandern.
Der Lichtenhainer Wasserfall ist einer der größeren Touristenanziehungspunkte der Hinteren Sächsischen Schweiz. Auch wenn der Wasserfall nur durch ziehen eines Schleusentores ein echter Wasserfall ist, so klebt an dem Platz der Mythos, dass sich in den weit vergangenen Jahren, die schicken Touristen auf den Kuhstall oder den Großen Winterberg gegen ein Entgelt hoch tragen gelassen haben. Wenn das tatsächlich so ist, dann habe ich großen Respekt vor den Trägern, da ich schon mit meinem eigenen Gewicht zu kämpfen habe und höchstens noch meine kleinen Kinder hoch tragen kann. Vom Lichtenhainer Wasserfall geht es aus dem Kirnitzschtal heraus in die Richtung des Kuhstalls bzw. eigentlich heißt der passende Berg dazu Neuer Wildenstein. Der Weg ist mit dem roten Punkt markiert. Auch auf dem Neuen Wildenstein ist häufiger schon etwas mehr an Betrieb, aber im Vergleich mit dem Lichtenhainer Wasserfall oder sogar der Bastei ist es noch gut auszuhalten. Die größeren Besucherzahlen sind normalerweise auch nur in der Gaststätte und an der Aussicht hinter dem eigentlichen "Kuhstall". Wenn man die Aussicht in den Talkessel mit etwas mehr Ruhe genießen möchte, dann sollte man unbedingt durch die schmale Felsspalte namens Himmelsleiter auf das obere Plateau klettern. Die Aussicht von hier oben ist bei weitem besser und ganz sicher ruhiger.

Vom Kuhstall/ Neuen Wildenstein geht es weiter auf der roten Wanderwegmarkierung durch den gerade sanierten Abstieg herunter. Der Weg führt quer durch das Tal, das man sich gerade noch von oben angesehen hat, und dann auf der gegenüberliegenden Seite auf den kleinen Winterberg. Der Kleine Winterberg ist ein wirklich unauffälliger Berg, der eigentlich so aussieht, als wenn er einfach nur zur Affensteinkette dazu gehört. Die einzige Besonderheit an diesem Berg ist der kleine Pavillon an der Felskante. Da der Kleine Winterberg zur Kernzone des Nationalparks gehört, darf man eigentlich zum Pavillon nicht aufsteigen. Der Weg geht auf jeden Fall nach links über die obere Affensteinpromenade/unteren Fremdenweg weiter. Dieser Weg führt an mehreren tollen Aussichtspunkten vorbei und schlängelt sich mit gebührendem Abstand an der Felskante entlang. Nach etwas mehr als einen Kilometer erreicht man den breiteren Reitsteig. Auf diesem Weg geht es immer noch auf der roten Wanderwegmarkierung bis zum Großen Winterberg hoch. Auf dem großen Winterberg gibt es eine relativ billige Möglichkeit sich zu erfrischen und außerdem das sehr informative Nationalparkhaus im alten Eishaus. Früher ging der Maler- und Dichterweg vom Großen Winterberg über den Fremdenweg rüber zum Prebischtor. Heutzutage würde dieser Weg aber einmal illegal über die Grenze führen und außerdem müsste man ein Stückchen der Kernzone auf einem nicht mehr erlaubten Weg durchqueren.

Der Große Winterberg ist der höchste Berg im Nationalpark und damit auch der höchste Berg der rechten Elbeseite. Von diesem Berg geht es über die Fahrstraße wieder herunter. Auf der Fahrstraße sind normalerweise nur sehr selten Autos unterwegs, da nur die Wirte der Gaststätte/des Hotels auf den Großen Winterberg hier fahren dürfen. Selbst die Gäste des Hotels werden mit dem dicken Geländewagen in Schmilka abgeholt und die Fahrer dieses Autos wissen ganz genau, dass man mit einem "Heizen durch den Wald" die eigene Einnahmequelle verärgert. Da auf der Straße einige Höhenmeter an einem Berghang abgebaut werden müssen, macht die Straße einige Schlenker. Dadurch ist der Abstieg aber einigermaßen Gelenke schonend. Ungefähr nach dem halben Abstieg verlässt die rote Wegmarkierung den asphaltierten Weg und geht ziemlich geradlinig bis zum Anfang bzw. Ende von Schmilka. Auf der einzigen Straße von Schmilka, abgesehen von der Bundesstraße im Tal, geht es runter zur Elbe. Damit ist das Ende diese Etappe des Malerweges erreicht und irgendwann im nächsten Jahr wird es auch den letzten Teil von Schmilka bis zum Prebischtor geben.

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