Bahretal

Bahretal

Eine idyllische Gemeinde im Osterzgebirge

Bahretal

Gersdorf Nr. 31
01819 Bahretal


Regionen, Städte und Gemeinden
Tel.: 0049 (0)35023 622 18

Am Rande der Sächsischen Schweiz, bereits im Landschaftsschutzgebiet des Osterzgebirges, liegt die Gemeinde Bahretal (nicht zu verwechseln mit Bahratal!).

Abgesehen von der landschaftlichen Schönheit, welche ein Garant für Ihren ruhigen und erholsamen Urlaub ist, lockt die Nähe zu den Städten Pirna, Dresden und unserem Nachbarland der Tschechei, was eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten offeriert.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in und um Bahretal

Die Entwicklung der Gemeinde Bahretal mit ihren dazugehörigen Ortsteilen begann im Mittelalter, etwa ab dem 13. Jahrhundert. Vier Familien waren maßgeblich an deren weiteren Entwicklung beteiligt, die da wären, die Familie von Bernstein, von Lindenau, von Carlowitz und von Bünau. Namen auf die man öfters trifft, betrachtet man die Historie einzelner Orte der Sächsischen Schweiz.

Eine hügelige Mittelgebirgslandschaft prägt das Bild von Bahretal und lädt zu Wanderungen durch Täler und auf Berge ein. Markante Erhebungen wie der Schärfling (418 m ü. NN), Herbstberg (442 m ü. NN), Roter Berg (428 m ü. NN), Mühlberg (339 m ü. NN) und Bahreberg (295 m ü. NN) warten darauf, von Ihnen erklommen zu werden und belohnen Sie anschließend mit einem wunderschönen Blick in die Sächsische Schweiz.

Den Ort durchzieht das Flüsschen Bahre, das bei Gersdorf durch drei weitere Quellbäche (Gersdorfer Bach, Wingendorfer Bach und Bornaer Bach) gespeist wird.

Drei Kirchen in den Ortsteilen Ottendorf, Friedrichswalde und Borna, die zur „Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Ottendorf-Friedrichswalde-Borna“ gehören, können besucht werden.

Ein Bauernmuseum mit der so genannten „Garagenorgel“ (seit 1978) befindet sich im Seitengebäude des Bauernhofes von Norbert Creuz in Nentmannsdorf Nr. 35 a. Die Orgel gehörte seinem Vater Siegfried Creuz und kann mit vorheriger Anmeldung auch gespielt erlebt werden.

Die Gersdorfer Ruine befindet sich oberhalb von Gersdorf (388 m ü. NN – ca. 18. Jhd.). Einst als künstliche Ruine errichtet, sollte sie als Jagdunterkunft dienen. Gleichzeitig gilt sie als Ausdruck für romantische Naturschwärmerei mit Beginn des 19. Jahrhunderts.

Interessante Sandsteinformationen findet man zwischen Gersdorf, Cotta und Berggießhübel. Zum einen wären da die Felsenbrücken (399 m ü. NN), zum anderen die Zehistaer Wände.

Die Gemeinde Bahretal bietet jährlich zahlreiche Veranstaltungen und mit etwas Glück sind Sie vielleicht zum nächsten Ortsfest in Gersdorf oder zur Sachsenmeisterschaft im Auto-Rodeo-Cross im Urlaub in dieser bezaubernden Gemeinde im Landschaftsschutzgebiet des Osterzgebirges.

„Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet.“ - Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter (* 28.08.1749 - † 22.03.1832)

Gemeindegliederung von Gemeinde Bahretal

Zur Gemeinde Bahretal gehören die Ortsteile Borna, Friedrichswalde, Gersdorf, Göppersdorf, Nentmannsdorf, Seidewitz, Ottendorf und Wingendorf.

Borna

Borna, das Reihendorf mit Waldhufenflur wurde erstmals 1388 in einer Urkunde der Dohnaer Burggrafen erwähnt. Über die Jahre erfolgten zahlreiche Besitzerwechsel (von Bünau, von Bernstein, von Reichenbach …). Selbst als Pfandobjekt wurde der Ort eingesetzt.

Borna besitzt eine Kirche, welche ebenfalls im 14. Jahrhundert das erste Mal erwähnt wird. Damals als Kapelle für die Bergleute genutzt, musste sie 1752 auf Grund von Baufälligkeit abgerissen werden. Kurz darauf wurde an dieser Stelle die heutige Kirche errichtet, die in ihrer schlichten Eleganz, gut sichtbar von weitem, auf einem Hügel steht. Ausgestattet mit einer Orgel vom Dresdner Orgelbauer Jahn von 1858 wurde diese im Jahre 1981 von dem Nentmansdorfer Siegfried Creuz restauriert.

Mit dem Kalksteinabbau seit 1551 erlangten die Bornaer zu einem gewissen Wohlstand.

Friedrichswalde

Die Kirche von Friedrichswalde und der Ort selbst werden erstmals 1311 urkundlich erwähnt. Für schwere Verwüstungen sorgte der Dreißigjährige Krieg, dem ebenfalls die Kirche zum Opfer fiel. Der heutige Kirchenbau entstand aus den Trümmern der alten Kirche und geht bis auf das Jahr 1647 zurück. Turm und Westgiebel wurden Ende des 19. Jahrhunderts ergänzt und das Interieur im neugotischen Stil gestaltet. Die 1905 gebaute Orgel der Gebrüder Jehmlich ertönt noch heute zu den Gottesdiensten.

Gersdorf

Gersdorf, ein Reihendorf mit Waldhufenflur teilte sich bis ins 17. Jahrhundert in Obergersdorf und Niedergersdorf. Erwähnt wurde der Ort aber bereits 1304. Zahlreiche Besitzerwechsel musste sich Gersdorf im Laufe der Zeit gefallen lassen. Im Jahr 1578 besaß die Familie von Bünau aus Liebstadt den ganzen Ort. Um 1840 wurde Generalleutnant von Leyser Besitzer und ließ unter anderem das Rittergut ausbauen (ein ehemaliges Vorwerk). Des Weiteren entstand unter seinem Einfluss im Dorf eine Musterwirtschaft, Edel-Schäferei, Gartenbau und die Gersdorfer Ruine.

Göppersdorf und Wingendorf

In einem Seitental des Wingendorfer Baches befindet sich das 1437 erstmals erwähnte „Gotfridsdorf“. Wingendorf wurde ebenfalls 1437 vorwiegend am rechten Ufer des Wingendorfer Baches als kleines „Gotfridsdorf“ erwähnt. Zurückzuführen ist dies auf die unmittelbare Nachbarschaft zu Göppersdorf. 1470 wird der Ort dann als Weingendorf (mundartlich wenig/wing = wenig) bezeichnet. Beide Orte sind als Reihendörfer mit Waldhufenflur angelegt worden.

Nentmannsdorf

Nentmannsdorf - erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahre 1417 und gehört bis 1515 zur Herrschaft Wehlen, wie Lehnbriefe belegen. Hans von Lindenau zu Ottendorf erhielt 1586 das Dorf einschließlich des Kalksteinbergwerks. Dadurch erlangten die Nentmannsdorfer zu einigem Wohlstand. Seit den 60er Jahren des 20. Jhd. sind diese allerdings aus Rentabilitätsgründen stillgelegt worden. Heute wird im Hartsteinwerk Nentmannsdorf im Seidewitztal durch die SBU Dresden Amphibolit abgebaut.

Seidewitz (Nieder- und Oberseidewitz, Zwirtzschkau)

Verschiedenen Besitzern gehörten in der Entstehungszeit des Ortes die Güter. Auch hier wird die Familie von Bünau 1501 und 1542 als Besitzer genannt

Niederseidewitz ist in seiner Anlage ein erweiterter Rundling in einer Blockflur, was im Gegensatz zu allen anderen Ortsteilen (Reihendorf mit Waldhufenflur) eine Ausnahme ist.

Ottendorf

Ottendorf, ein weiteres Reihendorf mit Waldhufenflur wurde 1304 durch Markgraf Friedrich an den Burggrafen Otto von Dohna mit der Landgerichtsbarkeit bis zur Lockwitz belehnt. Zahlreiche Besitzerwechsel folgten im Laufe der Jahre (Barbara von Sullwitz, Familie Karas, Familie von Torgaw, Familie von Bernstein …). Im Jahre 1681 taucht erstmals von Carlowitz, zunächst als Pächter, auf. Im Zeitraum von 1682 bis 1709 wird nun Georg Heinrich von Carlowitz als Lehns- und Gerichtsherr zu Ottendorf genannt. Bis ins Jahr 1945 bleibt Ottendorf im Besitz der Familie von Carlowitz.

Die romanischen Ursprungs und damit älteste Kirche in der Gemeinde wurde im 14. Jhd. gotisch erneuert. Im Chorraum sind Fresken mit Abbildungen der Apostel und der Evangelisten zu bewundern, wahrscheinlich um 1500 entstanden. Hans von Lindenau, Besitzer des Ottendorfer Schlosses, stiftete der Kirche 1591 eine komplette Innenausstattung. Ein geschnitzter, dreigeschossiger Renaissancealtar von Franz Dittrich d. Ä. und das Porträt des Stifters, gemalt von Lucas Cranach d. J., erfreuen noch heute den Betrachter.

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