Bad Gottleuba-Berggießhübel

Bad Gottleuba-Berggießhübel

Kurort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Bad Gottleuba-Berggießhübel
Regionen, Städte und Gemeinden

Bad Gottleuba, ein kleiner Kurort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, unweit von Dresden entfernt, wurde im Jahre 1388 das erste Mal urkundlich erwähnt.

Nach der Entdeckung von Moorlagern und eisenhaltigen Quellen begann hier das Kur- und Badewesen. Der ruhige und idyllische Kneippkurort Berggießhübel ist mit seiner fast 200 jährigen Kurtradition eine der ältesten Kurorte Sachsens. 1717 wurde beim Vortrieb eines Stollens heilkräftiges Wasser gefunden. Die Quelle mit dem Namen Johann-Georg-Brunnen begründete den Berggießhübler Badebetrieb. Im Zuge der Gemeindereform von 1999 entstand durch den Zusammenschluss der beiden Kurorte die Kleinstadt Bad Gottleuba-Berggießhübel.

Sehenswürdigkeiten in Bad Gottleuba

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten laden in den Kurort Bad Gottleuba ein, so zum Beispiel die Bähr-Mühle als einzige heute noch funktionsfähige Getreide- und Sägemühle im Gottleubatal. Ebenso die Evangelisch-Lutherische Kirche Sankt-Petri, welche ursprünglich als Wehrkirche erbaut, das älteste Bauwerk der Stadt ist (13. Jahrhundert). Wandeln Sie durch den Gesundheitspark – ein in Deutschland einmaliger Heilstättenkomplex, welcher zwischen 1909 und 1913, durch die Herren Schilling & Gräbner errichtet wurde. Mit 34 Jugendstilgebäuden und einer 28 ha großen Parkanlage umfasst die Heilstätte heute ein aus sechs Fachkliniken bestehendes Reha-Zentrum. Bestaunen kann man außerdem die medizinhistorischen Sammlungen im deutsch-tschechischen Bildungszentrum für Rehabilitation und Balneologie.

Der beste Arzt ist die Natur, denn sie heilt nicht nur viele Leiden, sondern spricht auch nie schlecht von einem Kollegen. — Ernst Ferdinand Sauerbruch  *03.07.1875 – +02.07.1951 deutscher Chirurg

Sehenswürdigkeiten in Berggießhübel

Kraft tanken und Abschalten vom Stress des Alltags kann man im 2006 eröffneten Heil- und Besucherbergwerk „Marie Louise Stolln“. Durch spezielle Programme findet der Gast Entspannung und Erholung. Dafür sorgen unter anderem die extrem niedrige Staubkonzentration, eine konstante Temperatur von 8 bis 10°C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit, welche besonders empfehlenswert für Besucher mit Atemwegsbeschwerden und Allergien ist.

Berggießhübel ist idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen. Folgende Highlights der Stadt sollten Sie sich dabei nicht entgehen lassen, wie z. B. der Erich Mörbitz-Aussichtspunkt, die Panoramahöhe mit dem Bismarkturm, der Schlosspark von Schloss „Friedrichsthal“, die im Jahre 1576 erbaute Evangelisch-Lutherische Kirche (1874 abgebrannt und 1876 als neugotischer Bau ersetzt), die Katholische Sankt-Antonius-Kirche, das Kurhaus „Johann-Georgen-Bad“, oder das Sühnekreuz am Vierzehn-Nothelferweg.

Besuchen Sie das Haus des Gastes, welches seine Wurzeln in dem 1722 erbauten „Johann-Georgen-Bad“, das erste Badehaus der Stadt, hat. Berggießhübel verfügt außerdem über ein Freizeit- und Erlebnisbad „billy“. Ebenfalls einladend ist das Museum Heimatstube, welches über die Stadtgeschichte von Berggießhübel informiert.

Die Wandergebiete Hoch- und Jagdstein, Zehistaer Wände, Felsenbrücken und Gersdorfer Ruine bieten alles was das Wanderherz begehrt. Über den Forellensteig Berggießhübel-Langenhennersdorf erreichen Sie entlang der Gottleuba den Ortsteil Langenhennersdorf.

Interessenten der Bergbaugeschichte kommen beim Besuch des seismologischen Observatoriums der TU Bergakademie Freiberg mit der Messkammer im Hildebrand Stolln in Berggießhübel auf Ihre Kosten. Ebenso interessant dürfte der Zwieseler Erbstollen (Mundloch) sein. Die dazugehörige, bereits 1516 erwähne Zwieselmühle war ursprünglich ein Eisenhammerwerk, woraus sich im 17. Jahrhundert ein Sägewerk entwickelte.

Gemeindegliederung von Bad Gottleuba-Berggießhübel

Bad Gottleuba-Berggießhübel

Bad Gottleuba-Berggießhübel befindet sich im Süden der tschechischen Grenze und dem Ortsteil Oelsen. Dazu gehören die südöstlichen Dörfer Markersbach und Hellendorf, die südwestlichen Dörfer Hartmannsbach, Breitenau, Börnersdorf und Hennersbach bis hin zu Bad Gottleuba und Berggießhübel im Zentrum und Zwiesel, Bahra und Langenhennersdorf im Norden.

Oelsen

Oelsen ein kleines Dorf, nahe der tschechischen Grenze wurde 1996 in die Stadt Bad Gottleuba eingemeindet. Der ursprünglich tschechische Name – olešná – heißt zu Deutsch „Erlenbusch“. 
Wertvolle Sandsteinreliefs von Lorenz Hornung aus dem Jahre 1620 zieren die kleine Kirche in Oelsen.
Die Oelsener Höhe (mit Steinkreuz und Wegweisersäule) ist mit 644 m ü. NN höchster Gemeindepunkt an der Grenze zur Tschechischen Republik und lockt bei guten Sichtverhältnissen mit einem schönen Rundblick ins Sächsische und Böhmische.

Markersbach und Hellendorf (Bahratal)

Markersbach und Hellendorf (Bahratal) – beide Orte haben böhmischen Ursprung und liegen im Tal der Bahra. In Markersbach findet man ebenfalls eine kleine Dorfkirche, ausgestattet mit einer kulturhistorisch wertvollen Schleifladenorgel von Christian Gottfried und Wilhelm Leberecht Herbrig aus dem Jahre 1842. Der Grenzübergang in Bahratal führt Sie nach Petrovice (Peterswald) in die Tschechei.

Hartmannsbach

Hartmannsbach – dieses Reihendorf liegt südwestlich von Gottleuba und setzt sich zusammen aus Ober- und Niederhartmannsdorf, der Ehrlisch- und Fischermühle sowie dem Hammergut Haselberg.
Die WEGADISCO in Hartmannsbach hat mittlerweile Kultstatus erreicht – die legendäre Party in der Bergbaude startet jeden ersten Freitag im Monat.

Hennersbach

Hennersbach – eine ganz kleine Ortschaft, welche weder eine Schule noch eine Kirche besitzt, befindet sich etwa 7 km südwestlich von Gottleuba in einem kleinen, westlichen Seitengrund der Seidewitz (linker Nebenfluss der Gottleuba). Die im Jahr 1948 stillgelegte Hennersbacher Mühle (1605 erbaut) diente ursprünglich als Mahl- und Schrotmühle.

Langenhennersdorf und Bahra

Langenhennersdorf und Bahra – der Ort Bahra wurde 1524 erstmals erwähnt. Der Name leitet sich vom althochdeutschen „bar“ (so viel wie leer) und „para“ (so viel wie Blöße, Waldblöße, abgetriebener Wald) her und bedeutet so viel wie leere Fläche, Öde oder Waldblöße. 1548 wurde Bahra dem Rittergut Langenhennersdorf zugeordnet. Langenhennersdorf besitzt eine evangelisch-lutherische Saalkirche aus dem 15. Jh. Die Kirche mit ihrer reichen, Spätbarock klassizistischen Ausstattung besitzt ebenfalls eine wertvolle Schleifladenorgel von Wilhelm Leberecht Herbrig aus dem Jahre 1848. Weitere Ausflugsziele sind der Langenhennersdorfer Wasserfall und das Wandergebiet Labyrinth bei Langenhennersdorf.

Börnersdorf und Breitenau

Börnersdorf und Breitenau – im Jahr 1972 schlossen sich die beiden kleinen Dörfer zusammen zu Börnersdorf-Breitenau. Börnersdorf gilt als Absturzort eines Transportflugzeuges mit privatem Gut von Adolf Hitler. Die Fracht galt bis 1983 als verschollen. In diesem Zusammenhang entstand dazu ein deutscher Satirefilm (Titel: Schtonk! von 1992) auf die Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher in dem Hamburger Illustrierten Stern im Jahr 1983.

Zwiesel

Zwiesel – ist eine kleine Siedlung, welche seit 1999 zu Bad Gottleuba-Berggießhübel gehört.

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