Perlenkette am Kirnitzschtal

Perlenkette am Kirnitzschtal

Die Dörfer an der Kirnitzsch

Perlenkette am Kirnitzschtal

Touristinformation von Kirnitzschtal
Sebnitzer Straße 2
01855 Altendorf


Regionen, Städte und Gemeinden
E-Mail: fva-kirnitzschtal@freenet.de
Tel.: 0049 (0)35022 427 74

Die Gemeinde Kirnitzschtal wurde im Jahre 1994 geschaffen. Sie vereint die fünf Dörfer Altendorf, Mittelndorf, Lichtenhain, Ottendorf und Saupsdorf, die eine Perlenkette von West nach Ost auf einem Höhenrücken (320-365 m ü. NN) nördlich des Flusses Kirnitzsch bilden.

In dieser Reihenfolge wurden sie vermutlich von den Franken im 11./12. Jahrhundert besiedelt. Während Altendorf, am weitesten westlich, nur zwei Kilometer von der Elbe entfernt liegt, grenzt Saupsdorf im Osten direkt an tschechisches Gebiet.

Die Gemeinde Kirnitzschtal

Die Gemeinde Kirnitzschtal hat ca. 2100 Einwohner, Sitz ist Lichtenhain, und bildet mit der nahen Großen Kreisstadt Sebnitz seit 1998 eine Verwaltungsgemeinschaft. Die Gemeinde Kirnitzschtal, seit 2009 „Staatlich anerkannter Erholungsort“, ist eine Fremdenverkehrsgemeinde mit einer zentralen Touristeninformation im Ortsteil Altendorf.

Alle Dörfer haben eine hervorragende Ausgangslage für Wanderungen in die Hintere Sächsische Schweiz und eine lange Tradition als „Sommerfrische“. Heute verbindet sie ein einzigartiger Wanderweg, der „Panoramaweg“ (17 km), mit einer überwältigenden Aussicht in das Elbsandsteingebirge und die Berge der Lausitz und Böhmen.

Allen ist gemeinsam, dass sie von den Franken besiedelt worden sind, möglicherweise davor kleine slawische Siedlungsplätze waren.

Jeder Ort hat seine touristischen und kulturellen Eigenheiten.

Die Natur, sie schafft ewig neue Gestalten; was da ist war noch nie, was war kommt nicht wieder - Alles ist neu und doch immer das Alte. — Johann Wolfgang von Goethe *28.08.1749 - +22.03.1832 deutscher Dichter

Gemeindegliederung von Gemeinde Kirnitzschtal

Die Gemeinde Kirnitzschtal vereint die fünf Dörfer Altendorf, Mittelndorf, Lichtenhain, Ottendorf und Saupsdorf.

Altendorf

Altendorf (1455) hat mit dem Adamsberg (302 m) einen hervorragenden Aussichtspunkt in und über das Elbsandsteingebirge, zum Erzgebirge und Böhmischen Mittelgebirge, den im 18./19. Jahrhundert schon die adligen Badegäste aus Schandau besuchten. Dieser Sandsteinhügel liegt hart an der Linie der so genannten Lausitzer Verwerfung, die Sandstein von Granit trennt und von Nord nach Süd das Dorf durchquert. Der bekannte Malerweg folgt dieser Linie vom Sebnitztal kommend und steigt über die romantische Dorfbachklamm (1937) in das Kirnitzschtal hinab in die Hintere Sächsische Schweiz. In Altendorf ist ein rühriger Heimatverein tätig, der von Januar bis Dezember Veranstaltungen organisiert und seit 2010 im Haus der Touristeninformation die Altendorfer Stuben, ein kleines Museum, führt.

Mittelndorf

Mittelndorf (1446) ist, wie die anderen, ein Quellmuldendorf und liegt wie Altendorf und Lichtenhain an der Verbindungsstraße zwischen Bad Schandau und Sebnitz, die hier dem mittelalterlichen Steig Antiqua semita folgt. Zur Zeit der Herrschaft der Berken von der Duba querte ein Weg nahe dem Dorfe den Höhenrücken zwischen Kirnitzschtal und Sebnitztal und verband deren Felsenburgen Wildenstein (Kuhstall) und Hohnstein. Er ist heute noch ein beliebter Wanderweg gen Norden in das romantische Sebnitztal mit einem Haltepunkt der Sächsisch-Böhmischen Nationalparkbahn und gen Süden in das Tal der Kirnitzsch mit der bekannten Kirnitzschtalbahn und zu Zielen in der Hinteren Sächsischen Schweiz. Mittelndorf zeichnet sich durch einfühlsam geschnitzte Wegweiser und Informationstafeln aus und verfügt seit 2009 über einen kleinen Zelt- und Caravanplatz in hervorragender Lage direkt gegenüber den wildromantischen Affensteinen.

Lichtenhain

Lichtenhain (1409) ist das größte der drei Dörfer an der Hohen Straße (Antiqua semita), war vermutlich schon zu slawischen Zeiten ein Rastplatz der Pilger auf dem Weg zur Verehrung ihrer Gottheiten jenseits der Elbe. Es hat seit dem 15. Jahrhundert eine Kirche. Bis 1459 war sogar Schandau nach Lichtenhain eingepfarrt. Heute zählen zur Kirchgemeinde noch Altendorf und Mittelndorf. Lichtenhain war Sitz einer noch erhaltenen kurfürstlichen Wildmeisterei (1568), die dem sächsischen Adel bei den Jagden in der nahen Hinteren Sächsischen Schweiz diente. Zu Lichtenhain gehören zwei bekannte Ausflugsziele, der Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal, gleichzeitig Endpunkt der Kirnitzschtalbahn und der Kuhstall (Wildenstein) mit seinem Felsentor. Wie alle Dörfer der Gemeinde Kirnitzschtal bietet Lichtenhain eine Vielzahl von Übernachtungsmöglichkeiten in Pensionen und bei Privatvermietern an. Es verfügt über drei Gaststätten, eine davon wurde von der Gemeindeverwaltung mit einer modernen Bowlingbahn ausgerüstet. Der dort ansässige Blumenfestverein veranstaltet jährlich am ersten Septemberwochenende das Lichtenhainer Blumenfest.

Ottendorf

Ottendorf (1446) ist wie Saupsdorf per PKW über das Kirnitzschtal bzw. über Sebnitz erreichbar. Es liegt wie alle Dörfer in einer geschützten Mulde, die sich Richtung Kirnitzschtal erstreckt. Im Oberdorf dominiert auf der Endlerkuppe (368m) die in den 1920er Jahren erbaute Jugendburg, die auf eine Sanierung und Neubestimmung wartet. Unmittelbar zu Ottendorf, steil zum Kirnitzschtal abfallend, gehört mit dem Arnstein eine der bedeutendsten Burgstätten der Hinteren Sächsischen Schweiz. Im Tal befinden sich bekannte Mühlen, die Ausflugsgaststätten sind: das legendäre Bergsteigerdomizil Buschmühle, die Felsenmühle als Station des Malerwegs und mit noch bestehendem Sägewerk und das Technische Denkmal Neumannmühle (Holzschliffherstellung), das von einem aktiven Verein geführt wird.

Saupsdorf

Saupsdorf (1445), auch als Bauerndorf angelegt, wird seit dem 18./ 19. Jahrhundert zunehmend durch Handwerkerhäuser geprägt, die als so genannte Umgebindehäuser gestaltet sind, wie man sie im benachbarten Böhmen und weiter östlich in der Oberlausitz findet. Im Ortsbild dominiert eine erst 1842 errichtete Kirche, deren Innengestaltung von der Idee des Predigtsaals nach der Aufklärung bestimmt ist. Über dem Dorf, an der Grenze zu Tschechien, bietet der Wachberg (496m) eine überragende Aussicht über das Elbsandsteingebirge, die Lausitzer Berge und das Böhmische Mittelgebirge. Von Saupsdorf aus gut erreichbar liegt in Richtung Kirnitzschtal der Kleinstein mit Kleinsteinhöhle, ein Kleinod der Hinteren Sächsischen Schweiz.

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